Translation Memory für PoEdit anlegen
In diesem Beitrag habe ich euch eine deutsche Sprachdatei für ein WordPress-Plugin schmackhaft gemacht.
Hier möchte ich euch kurz erläutern, wie der Übersetzungsprozess abgelaufen ist und vor allem, wie ihr ein Translation Memory anlegen könnt, das euch bei weiteren Übersetzungen die Arbeit erleichtert.
Gearbeitet habe ich mit PoEdit, verfügbar für Windows, Mac und Linux.
Der Übersetzungsprozess
Das Plugin wurde mit einer PO-Datei (Portable Object) ausgeliefert, mit der die Texte übersetzt werden können. PoEdit stellt die Originalzeichenketten dar. Die Übersetzung muss dann natürlich eingetragen werden.

Sind alle Einträge übersetzt, kann die Datei gespeichert werden. Automatisch wird eine Datei mit der Endung .mo erstellt, die dann vom Plugin gelesen werden kann.
Ein Translation Memory anlegen
Viel interessanter ist das Anlegen von einem Translation Memory. Egal welche Texte ihr mit PoEdit übersetzt; die Units (d.h. zusammengehörigen Päarchen von in meinem Fall deutschen und englischen Phrasen), die ihr übersetzt habt, werden gesichert. Übersetzt ihr nun ein anderes Projekt, könnt ihr auf bereits übersetzte Einheiten oder ähnliche Phrasen zurückgreifen.
Wie geht das?
Wechselt in die Einstellungen von PoEdit (Menü “PoEdit” – “Einstellungen”). Ruft dort die Karteikarte “Übersetzungsspeicher” auf.

Wählt im Feld “Pfad zur DB” den Speicherort aus, wo das Translation Memory (TM) später abgelegt wird.
Nun müsst ihr die Sprachen hinzufügen, die im TM gespeichert werden sollen. Klickt unter “Meine Sprachen” auf die Schaltfläche “Hinzufügen” und wählt eure Sprachen aus.

Klickt nun auf die Schaltfläche “Datenbank erstellen”. Es öffnet sich ein Assistent. Pro Sprache müsst ihr einen Ordner und eine Datei angeben. Zunächst den Ordner, wo die deutschen Dateien abgelegt werden sollen. Wählt am besten den Ordner aus, den ihr auch schon beim “Pfad zur DB” ausgewählt habt.
Wenn ihr nun schon Projekte übersetzt habt, wollt ihr die Units natürlich in die Datenbank knallen. Also wählt ihr als nächstes diese bereits übersetzten Dateien aus (z.B. übersetzte .po- oder .mo-Dateien).
Bei mir sieht die Ordnerstruktur (für englische und deutsche Dateien) folgendermaßen aus.

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