Mein liebstes Hemd

Nur die wenigsten von euch kennen mich. Wo bei “kennen” hier auch nicht nötig wäre. “Vom Sehen kennen” würde für diesen Beitrag reichen. Ich bin nämlich Hemdträger. Ich trage ausgesprochen gerne Hemden. Eigentlich täglich. Manche finden es gut und chic, manche finden es doof und schnöselig. Ich finde es ausgesprochen gut. Nicht chic und nicht schnöselig. Ich halt.

Und somit wird es nicht verwundern, dass mir folgende Neuigkeit einen Blogbeitrag wert ist: Ich habe mein liebstes Hemd zerstört. Zerrissen. Bei einer normalen Bewegung. Einfach so. Sehr schade. Fast schon traurig macht es mich.

Ich habe dieses Hemd 8 Jahre getragen. Acht Jahre. Ein Kleidungsstück. Die Jahre sah man ihm nicht an und gefühlt habe ich die aktuelle Körperstatur spätestens zwei Tagen nach meiner Geburt eingenommen. Das Hemd hat sein Attribut “modern” nie verloren. Also gab es kein Argument, es nicht mehr zu tragen.

Mir ist dabei nur aufgefallen, wie selten ich eigentlich Geld für Kleidung ausgebe. Man muss sich in der heutigen Zeit ja oft schon entschuldigen, wenn man sich irgendwas neues kauft, was etwas teurer ist. “Boah, schon wieder ein neuer Laptop!”, “Is ja klar, wieder das neue iPhone.”, “Warst du dieses Jahr nicht schon im Urlaub.”, “Wofür brauchst du denn ein Auto.”, “Ihr geht aber oft aus essen.”

Sucht euch was aus, was zu euch passt.

Sollte ich noch mal in so einem Dialog verwickelt sein, weiß ich jetzt, wie ich richtig antworte. Ich erzähle die Geschichte von meinem Hemd.

Veröffentlicht am 19. März 2011 in kommentiert | Permalink | Keine Kommentare »

Das Internet II

Das Internet ist super, keine Frage. Es ist zu gut. Es macht mich fertig. Ohne Scherz.

Warum? Weil bei mir täglich Begehrlichkeiten geweckt werden, denen ich folgen möchte. Das Internet weckt diese Begehrlichkeiten. Alle wecken sie, die das Internet nutzen und zu dem machen, was es ist.

melancholy

(Bild: flickr.com – Da Beez)

Es gibt so viel, das ich lesen möchte. So viele Anregungen, denen ich nachgehen will. Meinungen, die ich lesen, hören, sehen möchte und über die ich nachdenken will, zu denen ich mich äußern möchte, diskutieren möchte.

Man kann meinen DSL-Anbieter ruhig als meinen Dealer bezeichnen ;-) : Denn es gibt so viele Bilder, Videos, die ich betrachten und anschauen möchte, Dinge, die ich mit dem Internet oder über das Internet lernen möchte. Es gibt so vieles, was mir das Internet zeigen, erklären kann, bei dem es mir helfen kann, zu dem es mich inspirieren kann.

Und wenn ich “es” schreibe, meine ich euch.

Und weil jeder einzelne dem Internet und damit den anderen etwas geben kann, merke ich, wie viel ich dazu geben möchte. Mehr, als 2.075 Blogbeiträge. Mehr, als ein paar unmotivierte1 Projekte.

Doch es geht nicht. Zurzeit geht es nicht. Im Kuchendiagramm Work-Life-Balance ist das Work-Stück ziemlich groß. Am kleinen Life-Stück ist eine Fußnote mit dem Vermerk: “Findet nur am Wochenende statt.” Und dann will man ja auch mal was anderes machen, als vorm Rechner hängen.

Somit bleibt vieles liegen. Vieles ungelesen, unversucht, ausgelassen. Und ich bleibe unbefriedigt zurück, gelähmt von vielem. Ich erinnere mich noch gut an die Zeiten, da hab ich hier im Blog alles rausgehauen, was mir über den Weg gelaufen ist. Heute finde ich irgendwas und bin mir fast sicher, dass das schon längst bekannt ist. Früher hätte ich dann was geschrieben. Heute hole ich mir die Bestätigung, dass das von mir Entdeckte schon lange wieder out ist. Oder ich lese ein paar Tage später Artikel darüber in einschlägigen Blogs. Verflucht.

Ich sollte mich nicht beklagen. Keine Frage. Ich habe einen guten Job. Ich werde gefordert und gefördert. Das ist gut. Auch wenn ersteres zu Lasten eines großen Interesses von mir fällt. Und das ist schon irgendwie schade. Fühlt sich manchmal so an wie ein Leistungssportler mit Bewegungsdrang, der durch einen Bänderriss außer Gefecht gesetzt ist.

Das Positive: Ein Ziel mehr auf der Liste. Es wird für mich von Tag zu Tag erstrebenswerter, aus seinen Interessen und Neigungen etwas zu machen und möglichst keine Kompromisse eingehen zu müssen. Man wird halt älter. Ein paar Jahre brauch ich dafür garantiert noch. Aber ich bin auf den Weg dahin. Das macht mich heute schon zu einem nicht so ganz einfachen Kollegen. Continuous Improvement ist mein Ding. Es einfach mal gut sein zu lassen, auch wenn es nicht optimal läuft, eher nicht so. Da kann ich mich schon mal festbeißen und nerven, bis es passt und für alle Beteiligten optimal läuft. Aber das ist ein anderes Thema.

  1. Da bin ich jetzt mal selbst was unfair zu mir. ;-) []

Veröffentlicht am 18. März 2011 in kommentiert | Permalink | 2 Kommentare »

Dieses Internet

ist doch wirklich eine rattenscharfe Sache!

Wirklich. Mal mit was Abstand betrachtet. Hammer.

Doch was soll das toppen? Mir fällt da persönlich nur ein, dass die Informationsaufnahme nicht mehr aktiv erfolgen wird, sondern passiv. Über nen Stecker im Bölles. “Sync with the Internet” und ZaaAaaCck, weißt du alles, was du wissen willst.

Nein, alles gut. Ich denke diejenigen unter euch, die rückwärts zählen und damit auch rückwärts laufen können, wissen, was ich meine.

Veröffentlicht am 10. März 2011 in kommentiert | Permalink | Keine Kommentare »

Der Mac App Store und ich

“Das wird ein teurer Tag.” war einer meiner Einträge zum Start des Mac App Stores. Mein Fazit: Seit dem 06. Januar 2011 hab ich nur 11 Apps gekauft bzw. kostenlos geladen. Also weit gefehlt mit der Kaufsucht. Mir fehlen Highlights. Die Charts sind voll mit weniger guten Programmen und lahmen Spielen. Ob die Highlights wirklich fehlen oder sie nicht an die Nutzer gelangen und bekannt werden, bleibt offen. Fest steht, dass für mich der iPhone/iPad App Store weit aus besser funktioniert.

Aber schauen wir mal auf meine Einkäufe:

Los ging alles mit der offiziellen Twitter App. Die App hat Tweetie abgelöst und bedarf wohl kaum einer weiteren Beschreibung.

Das Update von iPhoto musste ich mir auch kaufen. Mit iPhoto mache ich persönlich ziemlich viel. Daher wollte ich hier auf der neusten Version sein.

Zum Entspannen und aus Langeweile kam noch die Fireplace App dazu. Inzwischen gibt es hier auch kostenlose Versionen.

Chopper 2 ist ein Spiel, das sogar ich häufiger Spiele. Es ist ziemlich simple und wenig spektakulär: Ihr fliegt einen Hubschrauber, müsst Menschen einsammeln und ein paar Feinde abballern. Das Coole, wie ich finde, ist aber die Steuerung. Holt euch noch die iPhone-App und schon könnt ihr den Hubschrauber mit dem iPhone steuern. Pretty cool.

Caffeine Caffeine.jpg ist für mich auch ein Must-Have. Mit der Software verhindert ihr das einschlafen eures Macs. Einfach Kaffee nachgießen, und schon bleibt euer Mac wach. Kleines gutes Tool. Details im Beitrag Käffchen für den Mac.

Den Twitter-Client Kiwi habe ich gekauft, weil ich mal eine Alternative zur Twitter App (siehe oben) ausprobieren wollte. Außerdem waren die Bewertungen ziemlich gut.

SoundCloud is klar, oder?

Noch ein Spiel: Hedgewars. Ne klassische Worms-Nachmache. Braucht man nicht.

Was man aber wirklich braucht ist Alfred. Ziemlich gute App, um Programme zu starten, die lokale Festplatte oder Webseiten zu durchsuchen. Ich persönlich nutze die App nur für die letzte Aufgabe. Ihr könnte jede Webseite einstellen und über Shortcuts direkt eine Suchanfrage stellen. Danke an Mirko für den Hinweis.

System.png

Auch wenn man es den Texten hier nicht immer anmerkt, Text und Sprache ist Teil meines Berufs. Hab ich quasi gelernt und wenn ich will und mich der Aufgabe entsprechend konzentriere, kann ich das auch ziemlich gut. ;-) Und da sind wir genau beim Thema: Konzentration. Die ist beim Schreiben äußerst nötig. Die App OmmWriter bietet das. Anders als die gängigen Tools (siehe Beitrag Konzentration bitte!) oder die Vollbildfunktion von Pages soll beim OmmWriter neben der Konzentration auch noch die Kreativität gefördert werden. Passende Hintergrundfarbe, optional Hintergrundmusik und Sounds für Tastenanschläge stehen zur Auswahl.

Gefällt mir gut, auch wenn mir noch eine mögliche Kopplung mit anderen Apps gefallen würde.

Die letzte App ist eigentlich unnötig. Ihre Funktion erfüllt jedes gängige Grafikprogramm. Doch hier ist es super easy. Und da ich den Effekt bei Bildern gerne einsetze, hab ich mir die App geholt. Die Rede ist von Colorize.

Ihr seht: Einige praktische Apps, einige Lustkäufe ohne Sinn. Alles nichts Berauschendes. Any suggestions?

Veröffentlicht am 8. März 2011 in Mac, Software | Permalink | 8 Kommentare »

Glückwunsch für sechs Jahre Blogarbeit

stadtbremerhaven.de.jpg

Seit sechs Jahren bin ich nicht dabei, aber dennoch habe ich schon viele Highlights und wenige Tiefpunkte (Stichwort “Bockwurst”) miterlebt: Der Blog stadt-bremerhaven.de feiert Geburtstag.

Viele Tipps und Tricks habe ich hier schon gelesen und bin nicht selten einer Empfehlung von Caschy gefolgt. Von dieser Stelle daher herzlichen Glückwunsch und vielen Dank.

Zur Feier des Tages veranstaltet Caschy ein Gewinnspiel mit tollen Preisen.

Veröffentlicht am 6. März 2011 in Links | Permalink | 1 Kommentar »

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