Das Geklüngel der “Elite”
Eigentlich wollte ich zu diesem Beitrag einen Kommentar schreiben. Jetzt wirds doch ein eigener kleiner Blogbeitrag.
Ich war nicht auf der re:publica, aber einige der Berichte über die Veranstaltung finde ich sehr interessant. Und es kommt mir bekannt vor. Denn das kommt in jeder “Expertengruppe” vor.
Worum gehts?
Carsten, der Autor des oben verlinkten Beitrags, war auf der re:publica, hat “Ich mache irgendwas mit Medien-Typen” und “arbeitslosen Social Media-Berater” getroffen.1 Doch gefehlt hat ihm, ein “Schnitt durch die Gesellschaft”.
Ein Geklüngel hat sich also scheinbar als Elite ausgegeben und den Leuten vorgetragen, ob bewußt oder unbewußt, wie das Netz so geht. Gut, dass sich da nicht jeder von beeinflussen lässt:
Auf der re:publica wurde ein anderes Bild von Internet-Deutschland gezeigt und ich hoffe, dass normale Menschen und Medien nicht denken, dass dies die Vertreter, der Querschnitt des deutschen Internets sind.
Als ich den Beitrag gelesen habe, kam in mir ein alt bekanntes Gefühl hoch. Ich arbeite in einer kleinen Firma und besuche regelmäßig Tagungen und Regionaltreffen der Fachgruppe, der ich vom Beruf her angehöre. Auf den Tagungen, den Webseiten oder den Fachzeitschriften schreiben oft ganz wichtige Leute. Schon oft habe ich das Geklüngel genannt. Immer die gleichen Namen, die gleichen Gesichter. Das, was man dann als stiller Teilnehmer oder Leser aufnimmt, hört oder liest sich selten wie eine Diskussionsgrundlage. Sondern eher wie eine Vorgabe, wie es laufen muss.
Am Anfang hat mich das unglaublich beeindruckt. Fand ich super und hochinteressant. “Die haben es drauf, die Jungens.” Müssen sie ja, kommen ja schließlich von ner großen erfolgreichen Firma.
Und dann vergeht einige Zeit, man wird reifer und weiser. So doof sich das anhört. Explizite und implizite Erfahrung kommt hinzu. Dann liest man einen Text, hört einen Vortrag und schlägt sprichwörtlich die Hände über den Kopf zusammen. Somit vermischen sich plötzlich die Dinge. Man erhält an einigen Ecken immer noch guten Input und Inspiration. An anderen Ecken kann man mit gutem Gewissen sagen, dass man selbst einen besseren/effizienteren/professionelleren Weg eingeschlagen hat; unabhängig von dem, was man vorgesagt bekommt.
Somit bleibt die Erkenntnis, dass es in jeder Gruppierung Leute gibt, die etwas vorgeben. So muss es laufen. Wir Menschen sind Rudeltiere. Die Guten machen es so, wie sie es vorgesagt bekommen. Die wirklich Guten nutzen es, um sich selbst daran zu reiben und sich in die gewünschte Form zu schleifen. Hat man die gewünschte Form eingenommen, wird das wieder weitergegeben und man selbst gehört (vielleicht) zum Geklüngel dazu. Willkommen im Kreislauf der Wirtschaft. Bleibt jedem also nur, das Besten aus dem zu machen, was man vorgesetzt bekommt. Ob das Beste dann ist, an die Vorgaben heranzukommen, ihnen zu folgen oder sie lediglich als mögliche Grundlage weiterer Entwicklungen in Betracht zu ziehen.
- Habe laut gelacht. Vielen Dank. [↩]
Veröffentlicht am 21. April 2011 in kommentiert | Permalink | 1 Kommentar »
Tabs für Apple Mail
Veröffentlicht am 17. April 2011 in Mac, Software | Permalink | Keine Kommentare »
Probleme sind dafür da, um gelöst zu werden
Um Probleme zu lösen, muss man sich kümmern. Ist mein Problem “Hunger”, muss ich etwas essen. Bin ich krank, muss ich zum Arzt. Habe ich kein Geld, muss ich eine Lösung finden, bei der Geld rausspringt.
So sieht es aus der ersten Person Singular aus. Noch dringlicher wird die Problemlösung, wenn meine eigenen Kinder darin verwickelt sind.
Entsprechend aufgewühlt hat mich dieser Artikel bzw. die Umfrage bei und von Spiegel Online. Es geht um das Bildungsprojekt:
Monatlich stehen jedem Kind 26 Euro für ein Mittagessen in der Schule oder in der Tagesstätte und zehn Euro für Vereinsbeiträge zu. Macht für drei Monate (rückwirkend, seit in Kraft treten des Beschlusses, MK) 108 Euro pro Kind.
[...]
Die Resonanz der armen Familien, in denen rund 2,5 Millionen Kinder leben, ist äußerst bescheiden. Nur ein Bruchteil von ihnen hat bereits einen Antrag bei den Behörden gestellt.
Die Quote der Antragssteller liegt nur zwischen einem halben und zwei Prozent. Was soll das bitte? Schuld soll der Informationsfluss sein. Kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Siehe oben: Zum einen wurden die Leute informiert, zum anderen muss ich mich kümmern, wenn ich ein Problem habe.
Dazu passt auch diese Erkenntnis:
Es zeige sich jedoch, dass nun vor allem die Eltern Geld beantragten, die sich auch früher schon viel um ihre Kinder gekümmert hätten.
Irgendwie kaum zu glauben. Oder habe ich irgendwas übersehen und könnte es mir viel einfacher machen, indem ich den Politikern die Schuld gebe?1
- Und sorry, für den politischen Exkurs. [↩]
Veröffentlicht am 17. April 2011 in kommentiert | Permalink | 1 Kommentar »
Mediathek für Mac jetzt mit Abonnements

Die Zahlung der Rundfunkgebühren macht mit dem kleinen Mac-Programm Mediathek und dem Zugriff auf Programminhalte von ARD, ZDF, 3sat, NDR, SWR, WDR, ARTE und Schweizer Fernsehen mehr Spaß. Wirklich. Ich nutze das Programm zurzeit sehr.1
Mir ist es bisher immer nur schwer gefallen, alle interessanten Sendungen nach neuen Folgen zu durchsuchen. Schließlich wurde nicht alles in den einzelnen Themenbereichen Wissen, Dokumentation usw. aufgeführt. Da blieb nur das Suchen nach Schlüsselwörtern und die hat man ja leicht wieder vergessen.
Jetzt gibt es aber eine wunderbare neue Funktion. Ihr könnt jetzt alle Kanäle abonnieren. Sehr praktisch für die liebsten Sendungen.
- Den Entwickler kann man über PayPal unterstützen. Finde ich bei guter kostenloser Software nur fair. [↩]
Veröffentlicht am 20. März 2011 in Mac, Software | Permalink | 2 Kommentare »

Ich muss sagen, dass mir diese Fotodings-Community äußerst viel Spaß macht. Wenn ihr Lust habt, könnt ihr mir (jaxxo) und ganz vielen anderen tollen Leuten folgen. Mit dem iPhone.1
- Ob das irgendwann auch mal ohne iPhone geht, bleibt abzuwarten. [↩]
Veröffentlicht am 19. März 2011 in Hinweise | Permalink | 1 Kommentar »












