Internet = $$$
In der virtuellen Welt lauert es an jeder Ecke. Teilweise bemerkt der Internet-User den “Überfall”, größtenteils fällt es so schnell über Ihn daher, dass er es überhaupt nicht mitbekommen hat. Die Rede ist vom Geld im Internet. Für viele steht das Internet für einen kostenlosen Zeitvertreib.1
Nur wenige nutzen nachgewiesenermaßen kostenpflichtige Angebote und kaufen mal ein PDF-Dossier von spiegel.de oder eine PDF-Wellnessberatung bei t-online.de. “Kostenlos muss alles sein. Und keine Werbung bitte!”
Die meisten Seiten bieten ihre Inhalte ja auch kostenlos an. Und das ist natürlich gut so. Doch schnell mag man sich frage, wie eine Seite a la youtube.com 1,6 Milliarden Doller wert sein kann. “Wo kein Geld rein fließt, kann doch auch kein Geld raus kommen.” So die weit verbreitete Einstellung. Dabei wird grundlegend das finanzielle Potential unterschätzt, das im Internet vorhanden ist. Internet Business boomt.
Dass TV-Spots teuer sind ist jedem klar. Und das sich private Sender mit Werbung finanzieren (müssen) auch. Im Internet hat sich diese Logik noch nicht durchgesetzt. Werbebanner auf Webseiten werden als höchst störend empfunden. Vergessen wird dabei, dass hinter einer Webseite, gerade hinter einer großen eine enorme Technik steckt. Datentransfer, der für das menschliche Auge nicht ersichtlich ist und nur in Form von Tabellen und Diagrammen zu messen ist2, kostet Geld. Und zwar dem Anbieter der Webseite. Teilweise stecken hinter Webseiten große Redaktionen mit festangestellten Mitarbeitern. Die wollen bezahlt werden. Das lässt sich natürlich nur mit Werbung machen.
Bei YouTube kommen täglich 65 000 Videos hinzu.3 Selbst wenn jedes Video nur 1 MB groß ist, kommen täglich 65 GB hinzu. Da kann man schnell mal hochrechnen… Aus meiner Sicht ist es logisch, dass das Angebot mit kostenpflichtigen Inhalten aufgestockt wird und Finanzpartner in Form von Werbung gefunden werden.
Ein anderes Beispiel ist studivz.net. Ein Portal, in dem bald fast eine Millionen deutschsprachiger Studenten registriert sind. Man hat eine Freundschaftsliste, in der viele Bekannte eingetragen sind. Bilder können hochgeladen werden, Infos über einen selbst. Außerdem gibt es Gruppen (z.B. alle Studenten aus einem Studiengang, Sportverein, die ihren Laptop lieben, usw.) in denen via Forum kommuniziert werden kann. Auch private Nachrichten können verschickt werden. Auch diese Seite boomt und: Sie ist werbefrei. Man findet nicht einen Banner auf der Webseite. Einzige Einnahmequelle ist ein kleiner Shop, in dem T-Shirts gekauft werden können. Und was ist das Ergebnis der Summe Erfolg (viele Aufrufe und viele Daten in Form von Texten und Bildern) + werbefrei? Ständige Zusammenbrüche des ganzen Systems, unglaublich langsamer Seitenaufbau , verärgerte User, usw. usw. Die Studenten werden seit geraumer Zeit um Verständnis gebeten. Uns langsam aber sicher wird es leise um studivz.net. Im Internet ist jedes Angebot nur einen Klick entfernt. Auch ein Konkurrenzangebot.
Also, Werbung hat auch was Gutes und kommt dem User ebenfalls entgegen. Bei viel Werbung und vielen Besuchern nimmt dann ein Internetportal schnell einen hohen Wert an, wie YouTube gezeigt hat. 1,6 Milliarden für eine “Webseite”.4 Wahnsinn.
Neben dem Geld ist beispielsweise bei YouTube und Studiverzeichnis ein weiteres Phänomen zu erkennen. Beide Konzepte ziehen User an. Zumindest zurzeit. Doch beide Konzepte sind Remakes. Hat es beides schon mal gegeben. Eine erster großer Bruder von YouTube bereits Ende der 90er. Freundschaftslisten und Kontakte wie studivz.net ebenfalls. Wann der richtige Zeitpunkt für eine Seite und eine Idee gekommen ist, ist dabei aber nicht zu erkennen. Läuft eher so nach dem Zufallsprinzip ab. Das macht es natürlich allen Beteiligten schwer. Das Angebot ist einfach zu groß und zu unübersichtlich. Das Medium Fernseh hat es da einfacher. Über einen Monat 100te von Werbespots geschaltet und ein durchschnittlicher Erfolg ist vorprogrammiert. So viel macht steckt noch nicht im Internet. Wie gesagt: Die nächste Webseite die Aufgrufen wird, ist immer nur einen Klick entfernt.
Fazit: Im Internet steckt eine Menge Potenzial, auch und vor allem wenn es ums Finazielle geht. Bisher haben nur wenige Firmen oder Agenturen das Internet für sich genutzt und optimal vermarktet. Das ist noch ausbaufähig. Vor allem in Deutschland.
Für den User gilt, dass er zu seinen eigenen Gunsten Werbung akzeptieren sollte. Ohne Werbung wären einige Angebote im Internet nicht verfügbar. Den auch Verläge, die Hinter dem Spiegel, Focus, CHIP, PC Welt usw. stehen, vertreiben keine Webseite, um eine Webseite zu haben. Die Zeiten sind vorbei. Alles muss sich rentieren. Auch Webseiten.
- Abgesehen von den Internetgebühren natürlich. [↩]
- Technik Freaks werden mir da sicherlich widersprechen, und man kann irgendwelche Strom-, Wärme- usw. Quellen messen… jaja. [↩]
- Quelle: winfuture.de [↩]
- Da steht natürlich noch ein mehr oder weniger kleines Unternehmen hinter. [↩]
Veröffentlicht am 2. November 2006 in Hinweise, kommentiert | Permalink | Keine Kommentare »
mmyNews goes WP 2.0.5
mmyNews läuft nun auch auf WordPress 2.0.5. Die Release Notes können hier eingesehen werden.
Veröffentlicht am 1. November 2006 in intern | Permalink | Kommentare deaktiviert
Update
Hier findet zurzeit ein Update statt. Bei fehlerhafter Anzeige also nicht wundern…
Veröffentlicht am 1. November 2006 in Hinweise | Permalink | Kommentare deaktiviert
Frei wie ein Vogel
…kann man nun über die berühmten Google Maps fliegen. Einfach ein Land und eine Stadt auswählen, und schon fliegt man als Adler über die Stadt. Mit den Pfeiltasten kann man das Tier steuern. Schöne Idee.
Veröffentlicht am 1. November 2006 in Links | Permalink | Kommentare deaktiviert
Windows Media Player 11 Final
Der Windows Media Player 11 wurde in einer Final Version veröffentlicht. Neben dem neuen Design wurde ein Online Shop intergiert, der erst mal nur für Anwender aus den USA genutzt werden kann. Außerdem ist die Verwaltung der eigenen Musiksammlung optimiert worden. Der Support für tragbare Mediageräte wurde ebenfalls verbessert.
———
Windows Media Player 11
Veröffentlicht am 31. Oktober 2006 in Downloads, Hinweise | Permalink | Kommentare deaktiviert











