Bloggen mit Ecto

Ein längst überfälliger Artikel. 12 Monate habe ich gebraucht, um darüber zu schreiben. Denn so lange habe ich nun meinen Mac und Schreibe meine Beiträge mit Ecto. Nach dem Wechsel zu Mac musste eine große Lücke gefüllt werden, die zu Windows-Zeiten der Windows Live Writer ausgefüllt hat. Das hat Ecto bisher anstandslos erledigt. Die Software ist übrigens nicht nur für Mac OS verfügbar, sondern auch für Windows. Nachteil, unabhängig vom Betriebssystem: eine Lizenz kostet $19.95.

Auf den ersten Blick ist Ecto sicherlich etwas gewöhnungsbedürftig und bedarf ein paar Handgriffe, bis die Software an die eigenen Bedürfnisse angepasst ist. Nachdem ihr das Blogsystem eurer Seite (WordPress oder ähnliche) sowie den Benutzernamen und das Passwort angegeben habt, kann es mit dem Feintuning losgehen.

Im Folgenden beschreibe ich euch die generellen Elemente von Ecto, wie ich Ecto an meine Bedürfnisse angepasst habe und welche Features sonst noch zu Verfügung stehen.

Ecto besteht aus verschiedenen Fenstern. Eines der Fenster ist der Media Manager. Über ihn verwaltet ihr beispielsweise die Bilder, könnt sie skalieren, Thumbnails erstellen, usw.
Anhänge.jpg

Generell gibt es aber keine Funktion des Media Managers, die ihr nicht auch aus dem Schreibfenster (siehe folgende Abbildung) ausführen könnt.

mmyNews _ Bloggen mit Ecto.jpg

In diesem Fenster findet ihr alles, was man zum Schreiben braucht. Links in der Spalte wählt ihr Kategorien und Tags aus. Den Text schreibt ihr in einem Texteditor, könnt aber auch in einen HTML-Modus wechseln und den Quellcode direkt bearbeiten.

Im unteren Textfeld könnt ihr den Text nach dem More-Tag aufführen oder eine Zusammenfassung (excerpt) eintragen.

Kleinigkeiten sind äußerst praktisch, beispielsweise der so genannte URL Helper. Markiert ihr ein Wort, das ihr schon mal mit einem Link versehen habt, erhaltet ihr die verlinkte URL direkt als Vorschlag. Außerdem besteht die Möglichkeit, weitere Attribute anzugeben: Ich unterscheide z.B. internet und externen Links durch unterschiedlichen CSS-Klassen. Diese kann ich über das Einfügen eines Links vergeben, ohne den Quellcode manuell anpassen zu müssen.

URL Helper.jpg

Fügt ihr ein Bild in einen Beitrag ein, erhaltet ihr automatisch folgenden Dialog:

ecto.jpg

Auch hier habt ihr direkt die Möglichkeit, dem Bild eine CSS-Klasse zuzuordnen oder Margin und Padding einzustellen.

Ein weiteres Fenster ist die Vorschau, die alle paar Sekunden aktualisiert wird. Somit könnt ihr während des Schreibens sehen, wie der Beitrag später auf eurer Seite aussieht. Das linke Fenster ist die Vorschau.

Dock.jpg

Damit die Vorschau den Text und die Grafiken so anzeigt, wie er auch auf eurem Blog präsentiert wird, müsst ihr ein paar Dinge einstellen: Wählt im Menü die Einstellungen zu eurem Weblog. Dort gibt es eine Karteikarte “Bearbeiten”. Wählt dort “Viewer” aus. Ihr findet nun ein HTML- und ein CSS-Feld. Kopiert den Code aus eurem Template und setzt Variablen für den Titel, den Text, die Tags, Kategorien, usw. ein.

Blog-Einstellungen.jpg

Eine Liste mit allen eingerichteten Blogs und Artikel findet ihr in der Verwaltung. Aus der Verwaltung heraus erstellt ihr neue Beiträge oder veröffentlicht fertige Posts.

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Hilfreich beim Schreiben sind die Eigenen Tags von Ecto. Dort könnt ihr eigenen Quellcode eintragen, der über eine Schaltfläche in den Beitrag eingefügt wird. Ich habe mir beispielsweise die Tags vom mmyYouTubeHQ-Plugin oder von mmyReferences eingetragen.

Eigene Tags.jpg

Für Ecto gibt es ein paar wenige Plugins, um die Software zu erweitern. Zu nennen ist beispielsweise das Flickr-, iTunes- oder Twitter-Plugin.

ecto.jpg

Wer seine Blogs mit Ecto verwalten möchte, aber einen externen Texteditor zum Schreiben bevorzugt, kann eine Schnittstelle von Ecto nutzen und den Beitrag in einem anderen Editor schreiben.

ecto-1.jpg

Soweit einige der Features von Ecto. Ich komme mit allem wunderbar aus und habe Ecto an meine Bedürfnisse angepasst.

Trotzdem möchte ich noch die auf die Frage eingehen: Was fehlt?

Das Einfügen von Bildern, Vergeben einer CSS-Klasse, Angeben von Margin, Padding und einem Rand ist ja sehr schön, aber mit der Bilderverwaltung vom Windows Live Writer nicht zu vergleichen. Das Einfügen von einem Schlagschatten oder anderen Effekten hat schon was.

Durch die vielen verschiedenen Fenster kann man Ecto wunderbar an den zurzeit zur Verfügung stehenden Bildschirmbereich anpassen. Sitze ich am Schreibtisch und mir steht der externe Monitor zur Verfügung, ordne ich die Fenster anders an (und skaliere sie anders), als wenn ich nur mit dem MBP auf der Couch hänge. Profile zum Speichern der Fensteranordnung wären da hilfreich, um ständiges Verschieben zu verhindern.

mmyNews _ Bloggen mit Ecto.jpgDie Tag-Verwaltung von Ecto ist nicht optimal. Es werden alle Tags von WordPress akzeptiert und umgesetzt, aber in Ecto werden manche Tags mehrfach angezeigt. Warum, weiß ich nicht.

Alles in allem aber ein sehr empfehlenswertes Tool. Die Autoren sind schnell mit Updates, wenn sich bei WordPress beispielsweise etwas entscheidendes getan hat. Für mich haben sich die 18$ gelohnt.


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2 Kommentare zu “Bloggen mit Ecto”

  1. Marius:

    Interessanter Artikel. Bin drauf gestoßen, weil ich nun auch endlich ecto für mich entdeckt habe und mich immer gewundert habe, wie ich wohl die Optik der Vorschau entsprechend anpassen kann. Vielen Dank für den Hinweis, dass es doch ein klein wenig versteckt ist.

  2. mk:

    freut mich, wenn ich helfen konnte,

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